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Biomasse

Organisches Material wie Holz, Grüngut aus Landwirtschaft und Gartenanlagen, Küchenabfälle und Biomasse im Landwirtschafts- und Siedlungsabwasser ist eine wertvolle Ressource, mit der man umweltfreundlich Strom und Wärme erzeugen kann. Die Nutzung der Biomasse erfolgt dabei auf verschiedene Arten. Der grösste Teil des aus Biomasse erzeugten Stroms stammt heute aus Kehrichtverbrennungsanlagen, weil die Hälfte der Siedlungsabfälle als Biomasse zählt. Kehrichtverbrennungsanlagen arbeiten – wie Holzkraftwerke – grundsätzlich gleich wie andere thermische Kraftwerke: mit der Verbrennungswärme wird Wasserdampf erzeugt, welcher dann eine Dampfturbine antreibt. Grüngut, Biomasse aus Siedlungsabwasser und Landwirtschaft wird meist vergärt und in Biogas umgewandelt. Mit diesem Biogas lässt sich dann ein Motor und wiederum ein Stromgenerator antreiben. Auch die dabei entstehende Wärme kann genutzt und damit ein hoher Gesamtwirkungsgrad erzielt werden.


Für den wirtschaftlichen Betrieb eines Biomassekraftwerks sind grosse Mengen Materials möglichst aus der näheren Umgebung oder via einen kostengünstigen Sammel- und Transportweg notwendig. Zum hohen Nutzen der Biomasse trägt auch die Tatsache bei, dass sie über einen gewissen, je nach Art und Verwertungstechnologie unterschiedlichen Zeitraum lagerfähig ist und Strom nachfragegerecht erzeugt werden kann.


Anteil am Produktionsmix Schweiz (2014):

  • Holz und Biomasse Landwirtschaft: 362 GWh, 0,52% der Landeserzeugung
  • Biomasse in Abfall (Kehrichtverbrennungsanlagen): 1181 GWh, 1,7% der Landeserzeugung
  • Biomasse in Abwasser (Kläranlagen): 130 GWh, 0,19% der Landeserzeugung
 

Weitere Informationen finden Sie in den Basiswissendokumenten des VSE.

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