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Herkunftsnachweise

Mit der Einführung der revidierten Energieverordnung wurde in der Schweiz 2006 eine Pflicht zur Stromkennzeichnung eingeführt. Von dieser Pflicht sind alle Unternehmen betroffen, die in der Schweiz Endkunden mit Elektrizität versorgen.


Swissgrid stellt hierfür das nationale Herkunftsnachweissystem zur Verfügung. Im Rahmen der Stromkennzeichnungspflicht stellt das System den Informationsfluss vom Anlagenbetreiber bis hin zu den Endkunden in Form von Stromzertifikaten, den Herkunftsnachweisen (HKN), sicher.

 

Der gesetzliche Auftrag lautet folgendermassen: Ab 2013 müssen alle Kraftwerke, welche eine Netzanschlussleistung von mindestens 30 kVA haben, im von Swissgrid betriebenen Schweizer Herkunftsnachweissystem erfasst sein. Dies betrifft auch konventionelle und Kernkraftwerke. Die im Herkunftsnachweissystem erfassten Kraftwerksdaten müssen von einem für diesen Kraftwerkstyp akkreditierten Auditor beglaubigt werden. Ziel ist, dass die Konsumenten künftig mehr Transparenz über ihren Strommix erhalten. Ab 2013 muss der Nachweis über die Herkunft und die Qualität des Stroms für die gesamte schweizerische Produktion aus Anlagen mit einer Netzanschlussleistung von mindestens 30 kVA erbracht werden. Die von Swissgrid ausgestellten Nachweise garantieren die Herkunft des erzeugten Stroms, zeigen also auf, von welchem Kraftwerk und welcher Energiequelle dieser stammt. Alle vorhandenen Nachweise müssen für die Stromkennzeichnung verwendet werden. Dies bedeutet, dass der gelieferte Strommix auf jeder Rechnung beim Endverbraucher angegeben und zukünftig auf der Basis von Herkunftsnachweisen garantiert wird. Damit erhöht sich die Transparenz für die Konsumenten.


Die Anlagen der Mehrkostenfinanzierung (MKF) und der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) werden ebenfalls über das Herkunftsnachweissystem abgewickelt. Die Herkunftsnachweise der KEV-Anlagen werden auf einem Sperrkonto blockiert, da der erneuerbare Mehrwert bereits mit der KEV vollumfänglich vergütet wird.