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Bandenergie

Der täglich in einem Stromnetz nachgefragte Grundbedarf, der nicht unterschritten wird. Der Bandenergiebedarf der Schweiz beträgt im Sommer rund 6000, im Winter etwa 8000 Megawatt.

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Biomassekraftwerk

Erzeugt aus Biomasse elektrischen Strom. Von einem Biomasseheizkraftwerk spricht man, wenn daneben Nutzwärme, zum Beispiel für einen Wärmeverbund oder zur Beheizung eines Gebäudes, bereitgestellt wird. Als Biomasse gelten Waldhackschnitzel, wenig behandeltes Altholz, Gülle, Klärschlamm, Kompostierbares oder Reststoffe der Nahrungsmittelproduktion.

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Energieeffizienz

Ein Nutzeffekt wird mit möglichst geringem Energieeinsatz erzielt. Unnützer Verbrauch wird vermieden.

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Fossile Energieträger

Erdöl, Erdgas, Kohle. Diese Kohlenwasserstoffgemische haben sich durch geologische Umwandlungsprozesse gebildet. Sie decken zwei Drittel des Schweizer Gesamtenergieverbrauchs.

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Erneuerbare Energie

Energien, die im Gegensatz zu fossilen Energieträgern und Kernbrennstoffen bei kontinuierlicher Nutzung nicht abnehmen, sondern sich erneuern. Im Strombereich unterscheidet man bei erneuerbarer Energie häufig die konventionelle Wasserkraft von den «neuen erneuerbaren Energien» wie Sonnen- und Windenergie, Erdwärme, Biomasse und Kleinwasserkraftwerke.

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Gesamtenergieverbrauch

Endenergieverbrauch pro Jahr. Aus statistischen Gründen und zur besseren Vergleichbarkeit werden Energieträger und elektrische Energie zur Energieeinheit Joule umgerechnet. Der Gesamtenergieverbrauch beträgt in der Schweiz beinahe 900 000 Terajoule oder 250 TWh.

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Grundlast

Der Stromverbrauch in elektrischen Netzen wird im Branchenjargon nach Grundlast (Bandenergie), Mittellast und Spitzenlast unterschieden. Grundlast ist die Menge Strom, die selten unterschritten wird.

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Herkunftsnachweis

Siehe Fakten

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Kernkraftwerk

Wärmekraftwerk. Durch kontrollierte Kernspaltung wird in einem Reaktor Hitze zur Gewinnung von Wasserdampf erzeugt, der wiederum eine Turbine zur Produktion von Elektrizität antreibt. In der Schweiz existieren die fünf Kernkraftwerke Beznau I und II, Gösgen, Leibstadt, Mühleberg, die 40% zur schweizerischen Stromproduktion beitragen.

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Kilowatt

Kilowatt ist die übliche Verrechnungseinheit für Leistung. 1 Watt = 1 Joule/Sekunde. (siehe auch Kilowattstunde).

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Kilowattstunde

Kilowattstunde (kWh) ist die übliche Verrechnungseinheit für elektrische Energie. Eine Wattstunde ist die Energie, die eine Maschine mit einer Leistung von einem Watt in einer Stunde aufnimmt bzw. abgibt. Watt ist dagegen eine Einheit für Leistung. 1 Watt = 1 Joule/Sekunde (siehe auch Terawattstunde).

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Kleinwasserkraftwerk

Wasserkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von weniger als 10 Megawatt. Daneben existieren auch Kleinstwasserkraftwerke, zum Beispiel Trinkwasserkraftwerke.

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Kohlekraftwerk

Wärmekraftwerk. Durch Verbrennung von Stein- oder Braunkohle wird in einem Dampfkessel Hitze zur Gewinnung von Wasserdampf erzeugt, der wiederum eine Turbine zur Produktion von Elektrizität antreibt. 

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Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV)

Instrument des Bundes, welches zur Förderung der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien eingesetzt wird. Die KEV deckt die Differenz zwischen Produktion und Marktpreis und garantiert den Produzentinnen und Produzenten von erneuerbarem Strom einen Preis, der ihren Produktionskosten entspricht. Die KEV gibt es für folgende Technologien: Wasserkraft (bis 10 Megawatt MW), Fotovoltaik, Windenergie, Geothermie, Biomasse und Abfälle aus Biomasse. Gespeist wird der KEV-Fonds von allen Stromkonsumentinnen und -konsumenten, die pro verbrauchte Kilowattstunde eine Abgabe bezahlen.

 

Im Jahr 2010 KEV-geförderter Strom:  0,9%

(davon: 51,6% Wasserkraft, 4,2% Sonnenenergie, 2,6% Windenergie, 41,6% Biomasse & Biomasse aus Abfällen, 0% Geothermie)

 

Im Jahr 2011 KEV-geförderter Strom: 1,3%

(davon: 51,1% Wasserkraft, 4,7% Sonnenenergie, 6,2% Windenergie, 38,0% Biomasse & Biomasse aus Abfällen, 0% Geothermie)

 

Im Jahr 2012 KEV-geförderter Strom: 2,0%

(davon: 49,3% Wasserkraft, 7,6% Sonnenenergie, 4,2% Windenergie, 38,9% Biomasse & Biomasse aus Abfällen, 0% Geothermie)

 

Im Jahr 2013 KEV-geförderter Strom: 2,4%

(davon: 44,5% Wasserkraft, 10,0% Sonnenenergie, 3,7% Windenergie, 41,8% Biomasse & Biomasse aus Abfällen, 0% Geothermie)

 

Im Jahr 2014 KEV-geförderter Strom: 3,0%

(davon: 45,9% Wasserkraft, 12,8% Sonnenenergie, 3,2% Windenergie, 38,1% Biomasse & Biomasse aus Abfällen, 0% Geothermie)

 

Im Jahr 2015 KEV-geförderter Strom: 3,5%

(davon: 45,3% Wasserkraft, 20,0% Sonnenenergie, 3,2% Windenergie, 31,5% Biomasse & Biomasse aus Abfällen, 0% Geothermie)

 

Im Jahr 2016 KEV-geförderter Strom: 4,6%

(davon: 44,3% Wasserkraft, 17,0% Sonnenenergie, 2,8% Windenergie, 35,9% Biomasse & Biomasse aus Abfällen, 0% Geothermie)

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Laufkraftwerk

Auch Laufwasserkraftwerk oder Flusswasserkraftwerk. Erzeugt Strom unter Ausnützung des Flussgefälles. Dabei wird das Flusswasser über Wasserturbinen geleitet, welche Generatoren antreiben.

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Mittellast

Die Menge Strom, die tagsüber gebraucht wird, wenn eine Mehrheit der elektrischen Anlagen und Geräte in Betrieb ist.

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Primärenergie

Energie, wie sie natürlicherweise vorkommt, etwa Wasserkraft, Kohle, Erdgas, Erdöl. Sie ist nur teilweise für den Konsum geeignet. Sekundärenergie entsteht bei einem Umwandlungsprozess aus Primärenergie in eine für den Konsum geeignete Form, zum Beispiel Benzin und Strom. Als Endenergie bezeichnet man die schliesslich von den Konsumentinnen und Konsumenten eingesetzte Energie.

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Pumpspeicherkraftwerk

Während reine Speicherkraftwerke die in einem oder mehreren Speicherseen aufgestauten Wassermassen zur Stromerzeugung nutzen, werden Pumpspeicherkraftwerke zur Reservehaltung errichtet. Nach der Energieerzeugung wird das Wasser für die weitere Stromproduktion in den Speichersee zurückgepumpt. Die Pumpen werden meist mit günstigem oder überschüssigem Strom betrieben.

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Sonnenenergie

In der Alltagssprache versteht man darunter fotovoltaische und thermische Solarenergieanlagen. Fotovoltaische Anlagen erzeugen Strom, der ins elektrische Netz eingespeist werden kann. Thermische Solaranlagen dienen der Wärmeerzeugung durch Sonneneinstrahlung zur Unterstützung der Zentralheizung oder zur Warmwasseraufbereitung. Daneben existieren abgewandelte Formen von Solaranlagen.

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Spitzenlast

Anteil am täglichen Strombedarf, der über Grundlast und Mittellast hinaus verlangt wird. Die kurzzeitigen Nachfragespitzen werden durch Spitzenlastkraftwerke abgedeckt, in der Schweiz vorab Pumpspeicher- und Speicherkraftwerke.

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Strommix

Gesamtheit der Bereitstellung elektrischer Energie durch einen Kraftwerkspark. Der Mix variiert von Versorger zu Versorger und muss mit der Herkunftsdeklaration gegenüber dem Endverbraucher dokumentiert werden.

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Stromkennzeichnung

Siehe Fakten

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Stromversorgungsgesetz (StromVG)

Dieses eidgenössische Gesetz ist im Jahr 2008 fast vollumfänglich in Kraft getreten. Die Ausführungsdetails regelt die vom Bundesrat erlassene Stromversorgungsverordnung (StromVV).

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Terawattstunde (TWh)

1 Terawattstunde (TWh) = 1000 Gigawattstunden (GWh) = 1 000 000 Megawattstunden (MWh) = 1 000 000 000 (1 Milliarde) Kilowattstunden (kWh).

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Versorgungssicherheit

Qualität der elektrischen Rund-um-die-Uhr-Versorgung. Im technischen Sinne bezeichnet sie die Abwesenheit von Stromunterbrüchen. Für statistische Zwecke wurden Normen für Stromunterbrüche geschaffen, die ein versorgungssicheres Netz kennzeichnen.

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Wärmepumpe

Elektrisch betriebene Maschine, die Wärme aus einem Reservoir mit niedrigerer Temperatur (z.B Umgebung) durch Verdichtung auf ein höheres Temperaturniveau pumpt (z.B für Raumheizung).

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Windkraftwerk

Anlage zur Gewinnung von elektrischer Energie aus Wind. Man unterscheidet die Anlagen nach ihren Standorten im Binnenland, küstennah oder auf See (offshore).

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